Erleben, wie spannend Lernen sein kann – dazu bot der Vormittag der offenen Tür am Emsland-Gymnasium am vergangenen Samstag wieder reichlich Gelegenheit. Zahlreiche Familien nutzten die Möglichkeit, die Schule mit ihrem vielfältigen Angebot kennenzulernen. Gleich zu Beginn sorgte die Gesangsklasse, begleitet von der Schulband unter der Leitung von Stefan Gensheimer mit dem Titel „Nice to meet you“ von Myles Smith im bis auf den letzten Platz gefüllten Forum für einen stimmungsvollen Auftakt – treffender hätte das Motto des Vormittags kaum lauten können.

Danach durften die Gäste auf eigene Entdeckungsreise gehen. In der Mathematik-Fachschaft wurde geschätzt und gestaunt: Wer erriet, wie viele Gummibärchen sich im randvoll gefüllten Marmeladenglas befanden, durfte den süßen Schatz am Ende mit nach Hause nehmen. Auch im Fach Politik ging es interaktiv zu: Die Grundschülerinnen und Grundschüler stimmten ab, ob Social Media für Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden sollte – eine Frage, die zu lebhaften Diskussionen führte. Die Sprachfachschaften beeindruckten mit einem kleinen Theaterstück unter dem Titel „Die Sprachverwirrung“, in der Musik gab es moderne Einblicke unter dem Motto „Wir machen Musik mit dem iPad“.

Wenn auch nur mit kleinem Stand vertreten, zeigte sich die schuleigene Bienen-AG doch selbstbewusst, indem sie ihre geplante Honigernte für das kommende Frühjahr ankündigte. Ein Teil der Ernte soll an die schuleigene „Kostbar“ fließen, die mit elterlicher Unterstützung jeden Mittwoch ein günstiges Mittagessen für Schülerinnen und Schüler anbietet. „Uns geht es nicht um den Profit, sondern um den Lohn für unsere Arbeit – und um echten Schulhonig!“, erklärte eine junge Imkerin lachend.

Technikbegeisterte kamen in der Elektrobastel-AG auf ihre Kosten: Dort wurde professionell gelötet. Mit ruhiger Hand entstanden kleine Modelle aus Kupferdraht und Zinn – fortgeschrittene Bastler präsentierten sogar selbst gebaute Morsetaster.

Daneben präsentierten sich am Vormittag der offenen Tür auch die Paten aus der Jahrgangsstufe 10, die künftige Fünftklässler beim Start am Emsland-Gymnasium begleiten und ihnen als Ansprechpartner zur Seite stehen – im Alltag ebenso wie als ausgebildete Streitschlichter.

Im Forum standen Informationsangebote bereit, die insbesondere Eltern interessierten: individuelle Förderung, MINT-Profile, digitale Bildung, Berufsorientierung sowie Einblicke in die Kooperation mit regionalen Unternehmen. Hier wurde sichtbar, was den Tag in seiner Gesamtheit zusammenhielt: die hochmotivierten Schülerinnen und Schüler und das engagierte Kollegium des Emsland-Gymnasiums. Viele Lehrkräfte organisierten nicht nur ihren eigenen Programmpunkt, sondern suchten bewusst den Austausch mit den Gästen, führten Gespräche, nahmen Anregungen entgegen und beantworteten geduldig unzählige Fragen. Dieses offene Zugehen – gemeinsam mit der sichtbaren Freude der Schülerschaft – prägte eine Atmosphäre, die von Lockerheit und echter Willkommenskultur getragen war. Man sah den Besucherinnen und Besuchern deutlich an, wie wohl sie sich fühlten. „Die sind ja ganz locker hier“, kommentierte eine Viertklässlerin grinsend, als sie gerade beim Informationsstand für die gymnasiale Oberstufe im Selbstlernzentrum der Schule einen Keks ergattert hatte.

Auf dem Schulhof bot die Jahrgangsstufe Q2, unterstützt von vielen engagierten Eltern, kulinarische Kleinigkeiten an, die rege angenommen wurden und zu zahlreichen Gesprächen einluden.

Das unbestrittene Highlight des Vormittags bot traditionell die Chemie-Fachschaft. In der „Hexenküche“ präsentierten Oberstufenschüler spektakuläre Versuche, die nicht nur Kinderaugen leuchten ließen. Die sogenannte „Chemieampel“, laut Chemielehrerin Silvia Schröer eine Ampel „mit Reaktion, aber ohne Strom“, sorgte ebenso für Staunen wie das Experiment, bei dem Geldscheine verbrannt wurden, ohne Schaden zu nehmen, oder die verblüffende Verwandlung von Wasser in „Bier“. Schröer dazu augenzwinkernd: „Ein bisschen Zauberei darf bei uns schon dabei sein.“

Mit unzähligen Eindrücken, neuen Erkenntnissen und strahlenden Gesichtern endete ein Vormittag, der einmal mehr gezeigt hat, wie lebendig und vielseitig das Lernen am Emsland-Gymnasium ist – und warum sich viele Viertklässler schon jetzt auf ihren Schu