Individuelle Förderung

Ziel unserer Schule ist es, dass jedes Kind und jeder Jugendliche unabhängig von seiner Herkunft und von seinen individuellen Voraussetzungen seine Chancen und Begabungen optimal nutzen und entfalten kann. Die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist eine zentrale Leitidee des Schulprogramms und wird bei uns GROSS geschrieben.
In den Grundsätzen zur individuellen Förderung werden die individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, das heißt ihre Interessen, Stärken und Schwächen zum Ausgangspunkt für gelingende Bildungsprozesse. Individuelles Lernen benötigt Freiräume für individuelle Begabungen, individuelle Lernwege und individuelles Lerntempo.
So nehmen etwa besonders begabte Schülerinnen und Schüler an Wettbewerben („Jugend forscht“, Mathematik-Olympiade, Bundeswettbewerb Fremdsprachen u.a.) teil, überspringen eine Klasse oder lernen nach dem so genannten Drehtürmodell zwei neue Fremdsprachen gleichzeitig. Für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten oder Defiziten in bestimmten Bereichen gibt es Förderangebote: Förderkurse zur Behebung individueller Lese- und Rechtschreibschwächen, Ergänzungsstunden mit der Möglichkeit der Binnendifferenzierung im Unterricht, Hausaufgabenhilfe, Lern- und Förderempfehlungen, das Projekt „Schüler helfen Schülern“ und andere.

Gut zu wissen

 

SchlG §1: (1) Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.

Schon in der Klasse 5 werden die Schülerinnen und Schüler an bestimmte individuelle Lerntechniken und – prozesse durch die Ergänzungsstunde „Lernen lernen“ herangeführt. Konkret übernimmt einer der Fachlehrer Deutsch, Mathematik oder Englisch den Unterricht in den Themenbereichen Organisation von „Lernen“, Arbeitstechniken und Informationsverarbeitung. In diesen Stunden werden aber auch Themen wie Sozialkompetenzen angesprochen und eingeübt.
Eine weitere Ergänzungsstunde im Jahrgang 5 ist der „Informationstechnologie“ gewidmet, in der die Schülerinnen und Schüler erste Gehversuche mit PCs, Officeprogrammen und Datenverarbeitung sowie auch in der Informationsbeschaffung im Internet unternehmen.
In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden in den Jahrgängen 5 und 6 frühzeitig Diagnoseverfahren angewandt, um den Lernstand des Einzelnen zu erfassen und bei eventuellen Defiziten gezielt gegenzusteuern, z.B. durch den Besuch des LRS-Kurses oder die Vermittlung in das System „Schülern helfen Schülern“.
In den Jahrgängen 7 bis 9 werden die Ergänzungsstunden für Förder-und Forderkurse in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen genutzt; die Anmeldung erfolgt nach Vorschlag und Einschätzung des Fachlehrers.
Die Vertiefungskurse Deutsch, Englisch bzw. Mathematik sollen Hilfestellungen geben bei der Vorbereitung auf die Qualifikationsphase der Oberstufe und sind konzipiert für Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Gymnasiums (EF). Die Förderkurse sind nicht verpflichtend, gelten aber bei Anmeldung für ein Schulhalbjahr. Ziel ist es, bei Schwächen in bestimmten Bereichen der Mathematik bzw. der deutschen oder englischen Sprache Förderung anzubieten. Dazu werden Materialien bereitgestellt, und es werden Anleitungen gegeben, wie man diese Probleme bearbeiten kann. Die Lehrkraft bietet in diesen Stunden gezielte Hilfestellungen an und berät die Schülerinnen und Schüler individuell.
Unabhängig von Unterrichtsfächern haben die Schülerinnen und Schüler in diversen Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit, sich individuell einzubringen, auszuprobieren oder eine besondere Neigung weiter zu vertiefen.
Ein wichtiger Baustein der Individuellen Förderung ist die Einrichtung unseres Systems „Schüler helfen Schülern“, in dem Schüler der Oberstufe (EF, Q1, Q2) und im 2. Halbjahr auch die der Klasse 9 als Tutoren für Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgänge fungieren und diese passgenau mit Nachhilfe in einem Fach mit Lernschwierigkeiten versorgen. Neben den fachlichen Inhalten lernen die Schülerinnen und Schüler somit personale und soziale Kompetenzen zu entwickeln, indem sie lernen, gemeinsam mit anderen Wissen zu entwickeln und Probleme zu lösen (Kooperationsfähigkeit als Voraussetzung für gesellschaftliche Mitgestaltung), sowie Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen und bewusst Lernstrategien einzusetzen (selbstgesteuertes Lernen als Voraussetzung für lebenslanges Lernen).