Die Erprobungsstufe – Ankommen am Emsland-Gymnasium

Die Grundschule ist geschafft – der Schulwechsel steht bevor.
Viele Grundschulkinder – aber auch Eltern – freuen sich auf das, was nun auf sie zukommt.
Endlich geht’s auf die neue Schule. Ich lerne neue Mitschüler kennen. Toll, jetzt darf ich jeden Morgen mit den „Großen“ mit dem Bus fahren…
Vielleicht mischen sich auch hin und wieder mulmige Gefühle ein.
Eine neue Schule – die ist ja viel größer. Verlaufe ich mich? Wie sind meine neuen Mitschüler?
So viele neue Fächer… Schaffe ich das alles? – Schafft mein Kind das?
Die Erprobungsstufe mit den Jahrgängen 5 und 6 steht am Emsland-Gymnasium im Zeichen des
„Ankommens, des Einfindens, des Zusammenfindens“.

Gut zu wissen

  • Ansprechpartner:

Frau Buerke (Erprobungsstufenkoordinatorin)

Frau Wolters (stellv. Erprobungsstufenkoordinatorin)

 

Der Start soll dabei kein Sprung in das kalte Wasser sein, sondern ein sanfter Übergang von der Grundschule zum Gymnasium.
Wir am Emsland-Gymnasium unterstützen diesen sanften Übergang durch ein Programm von aufeinander abgestimmten Bausteinen. Der erste besteht aus einer individuellen Beratung der Eltern bereits vor dem Schulformwechsel, alle folgenden ziehen sich bis zum Ende der Jahrgangsstufe 6 hindurch.
Wesentliche Bausteine des sanften Übergangs sind somit:

  • Die individuelle Beratung vor der Anmeldung

Ergänzend zu den Informationsveranstaltungen, in denen grundsätzliche Fragen der Anforderungen und Arbeitsweise des Gymnasiums angesprochen werden, erfolgt auf Wunsch eine individuelle Beratung durch die Erprobungsstufenkoordination. Dieses Angebot wird von den Grundschuleltern gern angenommen. Ziel der Beratung ist die Überlegung, ob der Besuch des Gymnasiums für das Kind sinnvoll ist und durch welche Maßnahmen es gefördert werden kann; auch Tipps zur Vorbereitung auf das Gymnasium noch während des verbleibenden Grundschuljahres können hier sinnvoll sein.

  • Die individuelle Klassenbildung

Bei der Klassenbildung bleiben die ehemaligen Grundschulgruppen, je nach Größe der ehemaligen Klasse oder Schule, zusammen. Dabei wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von bekannten und neuen Mitschülern, Mädchen und Jungen sowie auf die räumliche Nähe der Wohngebiete geachtet; persönliche Wünsche werden nach Möglichkeit erfüllt und ein Informationsaustausch mit der abgebenden Grundschule soll sicherstellen, dass bestehende „Problemkonstellationen“ nicht weitergeführt werden.

  • Die spezielle Auswahl der Klassen- und Fachlehrer

Jede Klasse wird von einem gleichberechtigten Klassenlehrerteam (idealerweise bestehend aus einer Lehrerin und einem Lehrer) geleitet, wobei nach Möglichkeit beide Klassenlehrer mehr als ein Fach in der Klasse unterrichten. Dies entspricht einerseits dem erhöhten Betreuungs- und Beratungsbedarf der Erprobungsstufe, verringert aber auch die Zahl der Lehrkräfte, auf die sich die Schülerinnen und Schüler einstellen müssen. Für die Auswahl der Klassenlehrerteams und – nach Möglichkeit – der weiteren Fachlehrkräfte sind pädagogische Kriterien und persönliche Motivation entscheidend.

  • Der Kennenlernnachmittag

Damit niemand „Angst vor dem ersten Schultag“ haben muss, findet noch im letzten Grundschuljahr für die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern ein Kennenlernnachmittag statt. Bei dieser „vorgezogenen Einschulung“ mit feierlicher Begrüßung lernen die Viertklässler ihre neuen Mitschüler, Klassenlehrerteams und Paten kennen. Während diese sich zu einer Kennenlernstunde in den zukünftigen Klassenraum zurückziehen, werden die Eltern mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und in der Schulgemeinde begrüßt. Dies fördert nicht nur die Bildung einer Klassengemeinschaft bei den Eltern, sondern bietet auch ein Forum für Informationsaustausch bzw. Klärung persönlicher Fragen.

  • Die Hospitation LehrerInnen in der Grundschule

Um die Grundschüler dort abzuholen, wo sie gerade stehen, werden die neuen Klassenlehrer/Fachlehrer den Unterricht in den Grundschulen besuchen, sofern möglich. So können sich die neuen Lehrer bereits vor Ankunft der Neulinge ein Bild von der Arbeitsweise in der Grundschule machen und sich in ihrem Unterricht auf diese einstellen.

  • Die Projekttage zu Schulbeginn

Die Eingewöhnung in die neue Schule und Schulform wird den Schülerinnen und Schülern in der ersten Schulwoche durch eine Kombination aus Sonderstunden bei den Klassenlehrern und Fachunterricht gemäß Stundenplan erleichtert. Wesentliche Ziele der Klassenlehrerstunden sind dabei das Kennenlernen des Schulgebäudes, das gemeinsame Erarbeiten von Klassenregeln, die Einführung in das Thema Streitschlichtung und das Projekt „Lernen lernen“.

  • Die Paten- und Streitschlichterteams der Klassen

Neben den Klassenlehrerteams wird jede Klasse auch von einem Paten- und Streitschlichterteam aus mindestens zwei entsprechend ausgebildeten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe EF betreut. (Link)

  • Die Klassenfahrt und Klassengemeinschaftstage

Zusätzlich zu den schon innerhalb der ersten Wochen stattfindenden Klassengemeinschaftstage (in Kooperation mit der Schulseelsorge) findet schon in der Klasse 5 eine dreitägige Klassenfahrt statt, um die Stärkung der Klassengemeinschaft zu fördern. Dabei entscheiden die Klassenlehrerteams, ob sie eine Jahrgangsstufenfahrt bevorzugen, oder ihnen eine individuelle Fahrt mit ihrer Klasse sinnvoller erscheint. Als Zeitpunkt hat sich dabei die Mitte des zweiten Halbjahres bewährt, da sich bis dahin die Grundlagen der Klassengemeinschaft gebildet haben, aber noch viel Entwicklungspotential besteht. (Link zur aktuellen Pressemitteilung Klassenfahrt Borkum)
Und wenn der Anfang dann doch schwerer fällt…- Förderangebote
Sollten sich nach der Klasse 5 bei Schülerinnen oder Schülern in Deutsch, Englisch oder Mathematik Schwierigkeiten zeigen, die sich nicht durch Binnendifferenzierung im Unterricht ausgleichen lassen, können individuelle Förderangebote in Anspruch genommen werden, z.B. „Schüler helfen Schülern“.(Link)

Besonderheiten der Stundentafel

  • „Lernen lernen“ als Ergänzungsstunde in Klasse 5 und 6
  • IT-Grundbildung als Ergänzungsstunde in der Klasse 5
  • zusätzlich ein freiwilliges Nachmittagsprogramm mit Hausaufgabenhilfe, Koch-AG; Elektro-Basteln, Sport und vielen anderen Angeboten.

  • Wahl der zweiten Fremdsprache ab der Klasse 7

Am Emsland-Gymnasium wählen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Klasse 6 ihre zweite Fremdsprache, die von der Klasse 7-EF verpflichtend ist. Dabei haben sie neben Französisch und Latein auch die Möglichkeit, Spanisch zu wählen. Dieses Angebot ist in Rheine einzigartig.
Mit der Versetzung am Ende der Klasse 6 endet die Erprobungsstufe und die Schülerinnen und Schüler gehen in die Mittelstufe über.

Fazit

Die Zeit in der Erprobungsstufe ist voller neuer Eindrücke, Erfahrungen und Veränderungen. Wir freuen uns, diese Zeit mit den Kindern zusammen zu gestalten und sie in ihrer Individualität und Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.