Einen spannenden Einblick in die Welt der Hochschulmathematik erhielten mathematisch interessierte Schüler:innen der Oberstufe bei einer Exkursion zur FH Münster am Standort Steinfurt. Kurz vor den Weihnachtsferien besuchten sie dort eine Schnuppervorlesung und konnten so erste Eindrücke vom Studium gewinnen.

Professor te Vrugt aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informatik gestaltete eine anschauliche Vorlesung zum Thema künstliche Intelligenz, mit besonderem Fokus auf neuronale Netze. Zu Beginn erklärte er, wie ein einzelnes Neuron mathematisch beschrieben werden kann – von Eingabewerten über Gewichtungen und Funktionen bis hin zum Output. Darauf aufbauend erläuterte er die Struktur und das Zusammenspiel vieler Neuronen in einem Netzwerk.

Besonders eindrucksvoll war die Übertragung bekannter logischer Operationen wie UND und ODER auf diesen abstrakten mathematischen Kontext. Dadurch wurde deutlich, wie scheinbar einfache mathematische Konzepte die Grundlage moderner KI-Anwendungen bilden. Auch wenn nicht jede mathematische Herleitung für alle Schüler:innen vollständig nachvollziehbar war, konnten alle einen realistischen Eindruck vom Anspruch, Aufbau und Ablauf einer universitären Vorlesung gewinnen.

Zum Abschluss zeigte Professor te Vrugt verschiedene anschauliche Anwendungen künstlicher Intelligenz: Anhand von zehn Märchen wurde demonstriert, wie eine KI aus Eingabedokumenten lernt und auf den Befehl „Schreibe ein Märchen“ reagiert. Transparent wurde dabei nachvollziehbar, wie sich das System aus den vorhandenen Texten speist. Darüber hinaus erhielten die Schüler:innen Einblicke in KI-gestützte Musikgenerierung sowie in Sprachmodelle, die Verwandtschaften von Wörtern grafisch darstellen können.

Die Exkursion bot den Teilnehmer:innen nicht nur fachliche Impulse, sondern auch eine wertvolle Orientierungshilfe für mögliche Studien- und Berufswege im mathematisch-technischen Bereich.