Am Emsland-Gymnasium drehte sich eine Woche lang alles um Informatik: Unter dem Titel „Hacker-Woche“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 intensiv mit den Grundlagen der Programmierung auseinander. Sechs Klassen nahmen an den vollständig digital organisierten Projekttagen teil.
Verantwortlich für die Durchführung war die gemeinnützige Organisation „HackerSchool“, die sich bundesweit für digitale Bildung engagiert. Ihre Referentinnen und Referenten – Studierende der Informatik – waren per Videocall zugeschaltet und führten die Jugendlichen in kompakten Onlinekursen in zentrale Konzepte des Programmierens ein.
Ziel der Hacker-Woche war es, den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen und motivierenden Einstieg in die Welt des Codings zu ermöglichen und das bereits im Informatikunterricht angelegte Interesse zu vergrößern. Dabei arbeiteten die Klassen an unterschiedlichen Schwerpunkten und lernten verschiedene Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen kennen.
Ein zentraler Baustein war MakeCode von Microsoft, mit dem insbesondere Einsteiger erste Programme visuell und blockbasiert erstellen konnten. So gelang ein spielerischer Zugang zu grundlegenden Konzepten wie Schleifen, Bedingungen und Variablen.
Darauf aufbauend setzten sich zwei Gruppen mit der Programmiersprache Python auseinander, die aufgrund ihrer klaren Struktur besonders gut für den schulischen Einstieg geeignet ist. Hier entstanden erste eigene Programme und kleine Anwendungen. Es wurde beispielsweise ein Spiel programmiert, bei dem man gegen den Computer „Stein-Schere-Papier“ spielt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf HTML, der Sprache des Webs. Die Schülerinnen und Schüler erstellten eigene einfache Webseiten und erhielten so einen Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise von Internetseiten.
Die Hacker-Woche zeigte in Projektform, wie kreativ, abwechslungsreich und alltagsnah die Informatik sein kann. Viele Teilnehmende arbeiteten mit großer Motivation und Interesse – nicht selten über die geplante Zeit hinaus. Das Projekt wird von den begleitenden Lehrkräften aus dem Informatik/Physik-Bereich als sehr gelungen eingestuft und soll dauerhaft in das Schulprogramm aufgenommen werden.
