Emsland-Schüler:innen zum Erasmus-Austausch in Mataró

Am Sonntag, den 8. Februar 2026, hob eine Gruppe von zehn motivierten Spanischlernenden Richtung Katalonien ab – und kam eine Woche später mit Sonne im Herzen, neuen Freundschaften im Gepäck und deutlich gewachsenem Sprachmut zurück. Ziel war Mataró und die spanische Partnerschule – und eine Woche, die so schnell keiner vergisst.
Der Montag begann herzlich: Begrüßung an der Schule, Kennenlernspiele, gemeinsames Frühstück – und sofort mittendrin statt nur dabei. Erste Ideen für die Karnevals-Choreographie wurden gesammelt, Kostümpläne geschmiedet und die Umgebung per digitaler Rallye erkundet. Schnell wurde klar: Diese deutsch-spanische Gruppe funktionierte.
Am Dienstag wurde kreativ und nachhaltig gearbeitet. Aus alten Materialien entstanden neue Kostüme, Logos wurden entworfen und Videos über Karneval in Deutschland und Spanien erstellt. Natürlich durfte auch das Kennenlernen spanischer Spezialitäten nicht fehlen: Churros wurden probiert – sehr zur Freude aller Beteiligten.
Der Mittwoch führte die Gruppe nach Barcelona. Dort stand der Besuch der beeindruckenden Sagrada Família auf dem Programm – für viele ein völlig neues architektonisches Erlebnis. Am Nachmittag wurde es dann rhythmisch: In einem Flamenco-Workshop schwangen die Schüler:innen selbst das Tanzbein. Anfangs noch vorsichtig, dann immer mutiger wagten sie sich an Schritte, Klatschrhythmen und Drehungen – eine Erfahrung, die nicht nur Koordination, sondern auch Selbstvertrauen forderte.
Und dann kam der Donnerstag – völlig unerwartet mit „sturmfrei“ im wahrsten Sinne des Wortes. Während man in Deutschland eher „Schneefrei“ kennt und in Spanien vielleicht „Hitzefrei“ erwartet hätte, sorgte ein Sturm für einen schulfreien Tag. Lange ausschlafen, Zeit mit den Gastfamilien, Spiele zuhause – niemand hatte etwas dagegen.
Freitag wurde es noch einmal spannend. Kostüme wurden vervollständigt, die Choreographie perfektioniert. In der Sporthalle präsentierten alle Klassen ihre Beiträge zum Thema „Tiere“. Die spanisch-katalanisch-deutsche Erasmus-Gruppe machte dabei eine hervorragende Figur: kreativ, engagiert und mit sichtlicher Freude. Der tosende Applaus sprach für sich.
Auch außerhalb des offiziellen Programms war die Gruppe viel gemeinsam unterwegs. Treffpunkt für nahezu alle Freizeitaktionen war der angesagte Imbiss „Frankfurters“, der schnell zum festen Sammelpunkt wurde. Von dort ging es oft weiter an den Strand. Anfang Februar Volleyball bei Sonnenschein? In Mataró offenbar kein Problem.
Der Samstag – der letzte freie Tag – wurde intensiv genutzt: Shopping in Mataró, ein weiterer Besuch in Barcelona, ein Treffen am Strand und am Abend ein gemeinsames Essen. Außerdem ließen sich die Schüler:innen gemeinsam mit ihren Austauschpartner:innen den farbenfrohen Straßenkarneval in Mataró nicht entgehen und feierten zum Abschluss noch einmal ausgelassen zusammen.
Am 15. Februar ging es zurück nach Hause. Der Abschied fiel vielen sichtlich schwer – nicht ohne Tränen, denn in nur einer Woche waren aus Austauschpartner:innen neue Freundschaften und für manche sogar eine zweite Familie geworden.
Die Traurigkeit währte jedoch nicht lange: Der Gegenbesuch steht bereits Anfang März an. Und eines ist sicher: Diese Erasmus-Woche hat nicht nur Kultur erlebbar gemacht, sondern vor allem gezeigt, wie schnell aus Begegnung echte Verbundenheit entstehen kann.