
Im Trakt der Kunsträume des Gymnasiums erstrahlt eine zuvor stark beschädigte Tür der barrierefreien Toilette nun in völlig neuem Glanz. Der Schüler Marlon Fettich aus der Klasse 10C gestaltete die Tür im Rahmen eines kreativen Schulprojekts mit einem eindrucksvollen Graffiti-Motiv neu und verwandelte damit eine von Vandalismus gezeichnete Fläche in ein echtes Kunstwerk.
Die Idee zu diesem besonderen Projekt entstand auf Initiative des Hausmeisters Christian Korthaneberg, der die Kunstlehrerin Lisa Wernsmann darauf ansprach, ob man die ohnehin neu zu streichende Tür nicht kreativ gestalten könnte. Gemeinsam mit ihrem Kunstkurs überlegte Lisa Wernsmann, wie man die beschädigte Tür sinnvoll und künstlerisch aufwerten könnte. Schnell waren sich viele Schülerinnen und Schüler einig: Ihr Mitschüler Marlon sollte die Gestaltung übernehmen, da er bereits durch sein großes Talent im Zeichnen und Sprayen von Graffiti beeindruckt hatte.
Nachdem die Entscheidung gefallen war, begann die praktische Vorbereitung. Zunächst musste die alte Lackschicht sorgfältig entfernt und die Tür gründlich gereinigt werden. Anschließend wurde der Bereich professionell abgeklebt und passende Graffiti-Farbe organisiert. Erst danach konnte Marlon mit seiner Arbeit beginnen.
Mit sicheren Bewegungen und viel künstlerischem Gespür entstand nach und nach ein farbenfrohes Motiv: Zu sehen ist ein junger Sprayer im Hoodie, der gerade den Schriftzug „ART“ in kräftigem Blau vollendet. Das moderne Graffiti bringt nicht nur Farbe in den Schulalltag, sondern setzt zugleich ein sichtbares Zeichen für Kreativität, Ausdruckskraft und einen wertschätzenden Umgang mit den Schulräumen.
Unterstützt wurde das Projekt außerdem von der Tischlerei Schäfers in Riesenbeck. Die Tischlerei fertigte mithilfe einer digitalen Laubsäge ein kleines Piktogramm des Graffiti-Entwurfs an. Dieses wird derzeit von zwei Schülerinnen mit Acrylfarben gestaltet und anschließend als neues Symbol an der benachbarten Jungentoilette angebracht. Auch dort war das ursprüngliche Piktogramm zuvor beschädigt worden.
Durch das gemeinsame Engagement von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Hausmeister und regionaler Unterstützung konnte aus einer beschädigten Tür ein kreatives Gemeinschaftsprojekt entstehen, das den Schulalltag sichtbar verschönert. Nun bleibt zu hoffen, dass das neue Kunstwerk lange erhalten bleibt und mit Respekt behandelt wird.
