Vom 29.06. bis zum 03.07.2026 durfte ich, an der Universität Münster, fünf spannende und lehrreiche Tage im MINT-Camp „Astronomie 2.0“ 2026 verbringen. Das Camp war im MExLab ExperiMINTe Gebäude der Universität Münster stationiert und es nahmen 17 Physik interessierte  Schülerinnen und Schüler, von verschiedenen Schulen aus dem ganzen Münsterland, teil. Wir befassten uns mit verschiedenen Themen der Astronomie, außerdem beobachteten, fotografierten und beschrieben wir verschiedene Himmelsobjekte. Hier folgt ein kurzer Erfahrungsbericht:

Am ersten Tag schauten wir uns hauptsächlich die Las Cumbres Obervatory Website an und erfuhren ihre Entstehung. Auch sendeten wir Aufträge ab. Mit diesen Aufträgen konnten wir genaue Fotos von verschiedenen Himmelsobjekte bekommen, die von unterschiedlichen Teleskopen aus der ganzen Welt gemacht wurden. Mit den entstandenen Fotos haben wir Steckbriefe zu den jeweiligen Himmelsobjekten erstellt und sie uns einander vorgestellt. Auch haben wir uns damit beschäftigt, wie man Gesteinsproben von einem Asteroiden einsammeln könnte und nachdem wir mit den Problemen für so eine Mission konfrontiert worden waren, machten wir uns an die Arbeit eine eigene Sonde für diese Mission arbeitsteilig zu bauen.

An unserem zweiten Tag war zuerst unsere Optik und das menschliche Auge im Fokus, danach haben wir uns „Moving Objects“, also sich bewegende Objekte, wie Kometen oder Near Earth Objekts (NEO’s), angeschaut, Aufträge zu ihnen abgegeben und sie beschrieben. Wir bekamen eine Führung durch das Institut der Planetologie der Universität Münster und lernten dabei verschiedene Bachelor und Master Studentinnen und Studenten und ihre Arbeiten kennen.

Am Mittwoch, unserem dritten Tag, befassten wir uns zuerst mit der Funktionsweise von Teleskopen, danach fertigten wir weiter Steckbriefe an und lernten, wie man NEO’s auswertet. Auch beschäftigten wir uns mit der Theorie von Neptun und Triton und schauten uns an, wie es aussehen würde, wenn man theoretisch auf sie „drauf fällt“.

An Tag vier schauten wir uns an, wie die Licht-Spektren, die Sterne abgeben, uns helfen können ihre Oberflächenzusammensetzung herauszufinden. Den Dopplungseffekt und Hubble’s Gesetz lernten wir danach kennen. Der "Dopplereffekt" ist nach dem österreichischen Mathematiker und Physiker Christian Doppler benannt, der diesen Effekt schon 1842 bei Schallwellen beschrieben hat. Wir hielten fest, dass sich Galaxien umso schneller von der Erde weg bewegen, je weiter sie von uns entfernt sind und, dass man dies durch die längeren Wellenlängen des Lichtes, also einem rötlich erscheinenden Licht, von der Galaxie bestätigen kann. Danach beschäftigten wir uns mit der Bewegung der Erde.

An unserem letzten Tag stellten wir unsere Steckbriefe in unserem Raum aus und lernten anschließend, wie man die Rotation der Sonne, durch Bilder von ihr ermitteln kann und wie man damit die Geschwindigkeit der Rotation berechnet.

Mir hat besonders gefallen, dass wir unsere eigenen Aufträge von Himmelsobjekten abgeben durften und sogar weiterhin, auch jetzt nach dem MINT-Camp noch abgeben können. Leider waren die Slots für die Liveübertragung, die für jeden Tag angesehen waren, immer wegen schlechtem Wetter gesperrt. Sonst hätten wir die Möglichkeit gehabt uns mit einem Teleskop in Australien zu verbinden und live in den Himmel zu schauen. Allgemein war das Camp eine sehr schöne und lehrreiche Erfahrung und ich kann es jedem weiter empfehlen, der sich für Physik interessiert.