Schülerinnen und Schüler des Emsland Gymnasiums erleben Physik zum Anfassen

Kochen in der Wüste?! Bei gutem Wetter können seit vergangenem Freitag Schülerinnen und Schüler des Emsland Gymnasiums hautnah erfahren, wie man nur mit einem Spiegel allein kochen kann, ganz ohne Strom oder Gas. Die Senioren Willi Helmer, Erbauer der Jubiläumsstele mit zwei Sonnenuhren im Stadtpark Rheine, Jürgen Schraeder, ehemaliger Physiklehrer an der Elisabethschule und Norbert Feldbusch konstruierten in Eigenleistung diesen über einen Quadratmeter großen Hohlspielgel sowie einen Parabolspiegel und einen Solar-Backofen und spendeten sie der Schule. Im Rahmen einer Physikstunde der beiden Klassen 9c und 5c führten sie diese Geräte vor und veranschaulichten damit eindrucksvoll die Kraft des natürlichen Sonnenlichtes. Im sog. Brennpunkt werden die dort auftreffenden Strahlen gebündelt. Mit einem Thermometer wiesen die Schülerinnen und Schüler dort Temperaturen von über 200°C nach. Damit brachten sie tatsächlich Wasser zum kochen. Der Versuch, auch Popcorn herzustellen, glückte leider nicht. Allerdings motivierte dies zu weiteren Überlegungen von Seiten der Schülerinnen und Schülern, den Versuchsaufbau weiter zu optimieren. Das Verständnis der Apparaturen, der richtige Aufbau sowie die Durchführung mit dem Erfolg eines Entsprechenden Koch-Ergebnisses fördern mathematische, astronomische und physikalische Kompetenzen gleichermaßen. Sie stellen somit eine didaktisch wertvolle Bereicherung der Physiksammlung des Emsland Gymnasiums dar.

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Bildunterschrift für das Beitragsbild:

Die Schulklassen 9c und 5c unter der Leitung der Physiklehrer Udo Ewering (1.v.l.) und Sebastian Remke (2.v.l.) führten Experimente am „brandneuen“ Hohlspiegel der Erbauer Willi Helmer (3.v.l.), Jürgen Schraeder (4.v.l.) Norbert Feldbusch (fehlt) durch.